Blog zum Fanwochenende in Berlin 3./4. Januar 2009
Die Idee, eine Auswärtsfahrt einmal mit einer Übernachtung und ein wenig touristischem Programm zu gestalten, wird schon seit Langem immer mal wieder diskutiert. Jetzt ist es soweit: Zum Auswärtsspiel in Berlin am 3. Januar 2009 haben die Skybembels ein Fanwochenende mit Übernachtung und Stadtführung angeboten. Die Zahl der Anmeldungen hat alle Erwartungen übertroffen; einigen Interessierten musste sogar abgesagt werden.
Für die Daheimgebliebenen wurde dieser Blog ins Leben gerufen. In der Hoffnung, dass dies technisch möglich ist, wollen wir Euch auf dem Laufenden halten, was uns auf unserem Ausflug in die Hauptstadt so alles widerfährt.
Viel Spaß beim Lesen und beim Kommentieren
Stephan
» Fotos vom Fanwochenende in Berlin
Montag, 5. Januar 2009 - 13:07 Uhr
Wieder zu Hause

Von dem Abend nach dem Spiel gibt es nicht mehr so viel zu berichten. Ich habe mich einer größeren Gruppe angeschlossen, die auf der Suche nach einem Restaurant bei einem Vietnamesen gelandet ist. Leider musste ich dort feststellen, dass die asiatische Küche nicht immer auch schmackhaft ist. Vielleicht hätte das mir vorgesetzte Gericht seinen Geschmack mehr entfalten können, wenn es warm gewesen wäre; so blieben mir nur neidische Blicke auf Maria am Nachbartisch, die genussvoll ihre heiße(!) Suppe löffelte.
Anschließend ging's dann noch in die Hotelbar, und als diese kurz nach 1:00 Uhr dicht machte, verrollte man sich auf die Hotelzimmer. Die Einen, um zu schlafen, die Anderen, um den mitgebrachten Getränkevorräten den Garaus zu machen - völlig gegen die einschlägigen Bestimmungen der Hausordnung.
Am Sonntag Morgen machte ein Blick aus dem Fenster wenig Lust auf die geplante Stadtführung. Schon am Abend vorher hatte es angefangen zu schneien und nun blickten wir auf nassen Schneematsch, durch den wir zwei Stunden lang laufen sollten. Es gab ernsthafte Überlegungen, die Veranstaltung abzusagen, letztlich entschieden wir uns aber doch dafür, den Vormittag wie geplant ablaufen zu lassen.
Das hat dann wohl auch niemand bereut. Die Stadtführer, die uns - bestens vorbereitet - zunächst ihr Mitgefühl in Bezug auf das BB-Spiel bekundeten, haben sehr interessante Einblicke auf die neue Berliner Stadtmitte gewährt. Naturgemäß war auch viel von der jüngeren deutschen Geschichte die Rede. Nazizeit, Holocaust, Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands, Mauertote, Hauptstadtbeschluss; dies alles kam immer wieder zur Sprache, wurde uns aber niemals als trockener Monolog, sondern spannend und mit dem unverwechselbaren Berliner Humor dargebracht. Interessant waren auch die Schilderungen der Schwierigkeiten, auf diesem denkbar schwierigen Baugrund - "wie 'n Eimer Wasser mit 'ner Schippe Sand drin" - solch kollossale Gebäude zu errichten. Für mich das Highlight des Wochenendes!
Um halb zwei saßen wir dann wieder - durchgefroren und müde - im Bus. Es schneite immer noch und das sollte sich auch erst kurz vor dem Erreichen der Ballsporthalle wieder ändern. Den ersten Stau hatten wir auf dem Berliner Ring und auch danach ging es nur sehr zäh weiter. Wenn es keinen Stau gab, war der Verkehr stockend, der Schnee blieb auch auf der Fahrbahn liegen und machte die Auto- zu einer Rutschbahn, was uns zwei auf dem Dach liegende Autos am Straßenrand deutlich vor Augen führten. Georg kutschierte uns aber mit stoischer Ruhe sicher nach Hause. Kurz nach 23:00 Uhr waren wir dann wieder an der Ballsporthalle, wo "Fans" des Hallenfußballs zuvor wie die Vandalen gewütet haben.
Zum Schluss noch ein paar Dankeschöns: Zunächst an Georg (ganz starke Leistung) und an Eva, die das Wochenende wirklich großartig organisiert hat, aber auch an alle Mitfahrer, die sich über das ganze Wochenende sehr diszipliniert verhalten haben.
Ich bin immer noch ziemlich müde und werde heute wohl mit den Hühnern ins Bett gehen.
Bis zum nächsten Blog
Stephan

































