Termine

  |  

Newsletter

  |  

Downloads

  |  

Sitemap

  |  

Links

  |  

BBL-News

  |  

BBL im TV

  |  

Kontakt

  |  

Impressum

  |  


Du bist hier:  >> Berichte  >> Interview mit Dirk Kaiser 


 

Interview mit Dirk Kaiser


[Teil 1] - [Teil 2] - [Teil 3]

 


 

Am 21. Februar brachte Dirk Kaiser, Leiter des Bereichs Kommunikation und Medien bei der Beko BBL, den begehrten Pokal zur Auslosung der Halbfinalpaarungen schon mal in die Ballsporthalle. Eine gute Gelegenheit für uns, ein Interview mit ihm zu führen und ihn vor allem rückblickend zum Beko BBL ALLSTAR Day und ausblickend zum Pokalfight zu befragen.

In der Printausgabe des Tip-Off extra! zum Beko BBL TOP FOUR 2010 war leider zu wenig Platz, um alle Antworten abzudrucken - hier nun das vollständige Interview:

 

Dirk Kaiser, wie viele unserer Interviewpartner abseits des Feldes bist Du nicht sehr groß - wie bist Du zum Basketball gekommen?

 

Dirk Kaiser beim Interview  (Foto: www.sidjabat.de)

Begonnen hat alles mit einer sehr sportbegeisterten Lehrerin in Hagen, die in der dritten Klasse eine Basketball-AG geleitet hat. Von dort aus ging es zu meinem ersten Verein. Der hieß SV Boele-Kabel. Boele und Kabel sind zwei Stadtteile von Hagen – das muss man wissen, weil wir früher bei Westdeutschen Meisterschaften immer für einen Werksverein gehalten wurden. Beim SV Boele-Kabel habe ich alle Mannschaften von der D- bis zur A-Jugend durchlaufen. Und das durchaus mit Erfolg.

So habe ich beispielsweise in der Zwischenrunde um die Westdeutsche Meisterschaft gegen den heutigen Coach der Paderborn Baskets, Dirk Happe, spielen dürfen. Allerdings war der VBC Paderborn, zu dem Happe gehörte, deutlich besser und "Mini", wie er genannt wurde, wesentlich schneller. Eine schöne Erfahrung war es trotzdem. Während meiner Studienzeit an der Deutschen Sporthochschule Köln habe ich schließlich bei der BG Hagen in der Oberliga gespielt – zeitlich war mehr nicht möglich.

Nachdem ich meine spätere Frau kennen gelernt habe, ging’s zum ART nach Düsseldorf – ebenfalls in die Oberliga. Und dort, man wird’s kaum glauben, habe ich, wenn ich mich recht entsinne, sogar zwei oder drei Spiele mit Patrick Femerling absolviert. Patrick gehörte damals als Jugendlicher zur ersten Mann- schaft, durfte aber unten aushelfen.

Seit der Saison 1996/97 spiele ich in der Bezirksliga. Wir haben eine super nette Truppe beisammen, deren Großteil in meinem Alter ist. Peter George ist zwar nicht meine Altersklasse, gehört aber auch dazu. Seit Dezember vergangenen Jahres habe ich allerdings keinen Ball mehr angerührt. Nach der Schultereckgelenksprengung im März 2009 wurde bei mir vor Kurzem das Impingement-Syndrom diagnostiziert. Krankengymnastik statt Basketball – da leidet ganz schnell die Kondition drunter. Nur gut, dass ich dann und wann ein wenig joggen gehen kann.

 

Wie ist Dein beruflicher Werdegang? Wie bist Du zur BBL gekommen?

 

Das Schöne ist, dass ich mein Hobby mit meinen Beruf verbinden konnte. Zunächst habe ich im Rahmen meines Studiums ein Praktikum bei der in Hagen erscheinenden Tageszeitung Westfalenpost absolviert. Da dort sämtliche Volontariatsstellen belegt waren und ich unbedingt einen Job haben wollte, gab mir mein damaliger Lokalsport-Chef den Tipp, doch mal beim Kurt-Stoof-Verlag nachzufragen. Der hatte gerade die Basketball-Zeitung von Göttingen nach Köln geholt und war auf der Suche nach fachkundigen Mitarbeitern. Nach noch nicht mal einem Jahr als fester Freier wurde mir 1993, direkt im Anschluss an meinen Abschluss an der DSHS, ein Volontariat angeboten. Das habe ich angenommen. Von da an habe ich mich sehr intensiv mit dem "Thema Basketball" beschäftigt. Im Jahr 2000 habe ich innerhalb des Hauses zusammen mit dem damaligen Sport-Portal sports.com eine Online-Redaktion aufgebaut – eine spannende und interessante Herausforderung.

 

Nach meinem letzten sportlichen Großereignis, ich war bei der Weltmeisterschaft 2002 in Indianapolis, kam die Anfrage meines damaligen Geschäftsführers, ob ich mir nicht vorstellen könnte, die PR-Arbeit für die Basketball Bundesliga zu machen. Die hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Pressesprecher, und da die Liga und mein damaliger Arbeitgeber ein Joint Venture eingegangen waren, und ich mir das sehr wohl vorstellen konnte, war ich fortan für die Pressearbeit der s.Oliver Basketball Bundesliga verantwortlich. Die "gedankliche Teilung" war zu Beginn durchaus eine kleine Umstellung – schließlich war ich ein Teil dessen, über das ich schreiben sollte. Aber den Spagat habe ich, auch dank des Vertrauens beider Seiten, ganz gut hinbekommen. Loyalität und Leistung haben mir dabei geholfen.

Jan Pommer war es dann, der mir 2005 das Angebot gemacht hat, ganz zur Liga zur wechseln. Er war der Auffassung, dass die Organisation einen Fulltime-PR-Worker benötigt – und weil er wusste, dass ich weiß, wie meine ehemaligen Kollegen, also die Journalisten, ticken, habe ich nach kurzer Bedenkzeit zugesagt. Ein Schritt, den ich nicht bereut habe, denn der Kontakt zu den Medienleuten ist auf Grund des beidseitigen Vertrauensverhältnisses sehr gut.

 

Was machst du in deinem Arbeitsalltag im Einzelnen?

 

Zunächst einmal bin ich Ansprechpartner für Journalisten-Anfragen aller Art. Wenn jemand etwas wissen will, dann ruft er bei mir an. Entweder gebe ich Auskunft oder aber Jan Pommer. Wir tauschen uns jeden morgen aus, sodass jeder von uns über die aktuellen Geschehnisse oder Entwicklungen informiert ist. Darüber hinaus stehe ich in Kontakt zu den PR-Verantwortlichen der Clubs. Von ihnen erfahre ich, was gerade vor Ort geschieht und erhalte darüber hinaus Informationen, die möglicherweise von überre- gionalem Interesse sein könnten. Nicht zuletzt gehört die strategische Arbeit zu meinen Aufgaben. Das Erstellen von Pressemitteilungen und Texten sind Standard. Ein Neun-Stunden-Tag kommt da locker zusammen; bei Großveranstaltungen wird es auch schnell mal mehr. Mir macht der Job aber unheimlich viel Spaß. Denn man weiß nie so genau, was einen tatsächlich erwartet.

 

Welche Situationen sind dabei eher unangenehm, was machst du nicht so gerne?

 

Es gibt sicherlich Situationen, die höchste Konzentration und ein hohes Maß an Geduld erfordern. Als vergangenes Jahr beim fünften Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft der sportdigital-Server aufgrund von Überlastung kurzfristig in die Knie gegangen war, gab es zahlreiche Anrufe und Mails, die zum Teil unter die Gürtellinie gingen. Die Leute waren aufgewühlt, weil sportdigital seinerzeit entschieden hatte, das letzte Finalspiel nicht an Eurosport abzutreten – und dann passiert so etwas. Am Tag danach hätte ich fünf Telefone gleichzeitig bedienen können. Solche Situationen sind ein Teil meines Jobs – und der ist professionell zu erledigen. Entscheidend für mich und meine Arbeit sind jedoch zwei Dinge: Glaubwürdigkeit und Authentizität.

 

Thema Beko BBL ALLSTAR Day: Wann und warum genau hat die Liga beschlossen, dieses Event wieder in eine Basketballstadt zu verlegen, und warum ist es Bonn geworden?


Der Beko BBL ALLSTAR Day ist unsere Schaufensterveranstaltung. Wir wollen zeigen, was den Reiz der Sportart und der Liga ausmacht. Wir hatten uns seinerzeit für Mannheim entschieden, weil in der Region eine gewisse Begeisterung zu spüren war. Sicher, etwas über 9.000 Zuschauer bei der ersten Veranstaltung und knapp 8.000 Zuschauer bei der zweiten Auflage sind sehr beachtlich – zumal im Vergleich zu den anderen europäischen Ligen. Gleichwohl hätten wir uns noch mehr Resonanz und Esprit erhofft. Also haben wir darüber nachgedacht, wieder an einen Bundesligastandort zurückzu- kehren. Bonn bot sich insofern an, als dass der Klub über eine phantastische Halle verfügt, die Rahmenbedingungen stimmen, die Fans enthusiastisch sind und wir auf ein eingespieltes Organisations-Team zurückgreifen konnten.

 

[weiter >]



 

Termine

  |  

Newsletter

  |  

Downloads

  |  

Sitemap

  |  

Links

  |  

BBL-News

  |  

BBL im TV

  |  

Kontakt

  |  

Impressum

  |