Interview mit Jan Pommer
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[Teil 2]
[Teil 3]
[Teil 4]
Sie sind nun drei Jahre im Amt. Ist es schon Zeit für ein erstes Fazit?
Das möchte ich für mich persönlich nicht machen. Insgesamt kann man, was die Liga angeht, sagen, wir befinden uns nach meinem Eindruck auf einem Weg aufwärts. Der ist noch nicht so steil, dass man die Sauerstoffmasken anlegen müsste, aber auf jeden Fall geht es aufwärts. Wir haben mehr Zuschauer, eine größere Medienpräsenz, wir haben steigende Etats, es ist mehr erwirtschaftetes Geld im System, wir haben eine wachsende Präsenz in den Printmedien und online, wir haben eine Reform in der zweiten Liga erlebt, die der BBL gut tut, wir sind international gut vertreten.
Man kann also ein deutlich positives Zwischenfazit ziehen. Aber ich will ausdrücklich sagen, dass damit überhaupt keine Aussage darüber getroffen wird, ob ich da in irgendeiner Form positiv oder negativ daran beteiligt gewesen bin. Aber dies sind die extern auch zu belegenden Fakten.
Noch eine obligatorische Frage: Wie ist Ihr Tipp für den Meisterschaftstitel? Vor der Saison haben Sie die Frage mit Bamberg oder Berlin beantwortet.
Daran hat sich nichts geändert. Vielleicht würde ich jetzt klüger antworten, dass ich mir auch Quakenbrück vorstellen könnte. Es hängt natürlich auch sehr vom Verletzungspech ab. Alba ist etwas tiefer besetzt, Bamberg auch, aber auch wenn dort zwei Spitzenspieler ausfallen, werden die Karten wieder neu gemischt. Ich denke aber, das sind die beiden Topfavoriten, und der Dritte ist dann vielleicht er lachende Dritte.
In welcher Halle fühlen Sie sich persönlich am Wohlsten?
Eigentlich bin ich an jedem Standort gerne, weil man überall diese Begeisterung spürt. Natürlich sind das ganz unterschiedliche Voraussetzungen, Jena hat mit unglaublicher Mühe diesen Klimmzug geschafft, Berlin ist nun schon seit zehn Jahren mit einem top Anspruch unterwegs. Wo ich natürlich besonders gerne hin zurückkehre, ist Oldenburg, wo ich herkomme und schon noch ein bisschen emotionale Bindung an das Umfeld habe.
Herrscht in Oldenburg auch die beste Stimmung?
Nein, das kann man so nicht sagen. Die Stimmung ist überall gut, aber auch landsmannschaftlich gefärbt unterschiedlich. In Bamberg geht es rustikaler zu als in Tübingen, das ist nun mal so. In Berlin ist man anspruchsvoller und erwartet mehr.
Wie ist Ihr Tipp für heute, Skyliners vs. Valencia?
Ich würde mir sehr wünschen, dass Frankfurt mal gewinnt, das haben sie sehr verdient. Und möglich ist das allemal.
(Anmerkung der Redaktion: Leider haben die Skyliners dieses Spiel mit 68:76 verloren)
Eine letzte Frage. Bei all den vielen Interviews, die Sie geben - welche Frage wurde ihnen noch nie gestellt?
Es werden erfreulicherweise wenig Fragen zu meinem Privatleben gestellt, und dabei sollte es eigentlich auch bleiben. Ich bin schon öffentlich genug.
Herr Pommer, wir danken Ihnen ganz herzlich für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben, und für Ihre offenen und ausführlichen Antworten!
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Das Interview führten Anja Trentmann und Anke Stakemann
im Dezember 2007.
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