SKYLINERS told OLYMPIA

Es war ein Skybembel-Treffen der besonderen Art: Konrad Wysocki und Pascal Roller hatten sich angesagt, um unter dem Motto 'SKYLINERS tell OLYMPIA' von ihren Erlebnissen bei den Olympischen Spielen in Peking zu berichten. Knapp dreißig Fans hatten sich in der 'Gut Stubb' der Hoechster Schlossgarde versammelt und waren sehr gespannt auf das, was kommen sollte.
Nach dem Montag-Abend-Training - am nächsten Tag stand das wichtige EuroChallenge-Rückspiel gegen Nikolaev an -, trafen dann mit ein bisschen Verspätung unsere frisch geduschten und gut gelaunten Olympioniken ein. Im Schlepptau hatten sie Kirsten Zöllner, der sich diesen besonderen Reisebericht auch nicht entgehen lassen wollte.
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Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende der Skybembels, Anke Stakemann, ging es auch schon los mit einem sehr untehaltsamen und interessanten Vortrag mit beeindruckenden Fotos. Die ersten Aufnahmen zeigten das Olympische Dorf, wobei man den Begriff Dorf an Hand der Bilder durchaus relativieren muss. Die deutschen Athleten waren in zwei Appartementhäusern untergebracht. Die einzelnen Mannschaften machten durch Transparente und Fahnen auf sich aufmerksam; bei dem Motto der Wasserballer (Pralle Bälle, feuchte Becken – da fühlen wir uns wohl!) wurden allerdings die Adjektive später politisch korrekt durch ein 'piep' ersetzt. Der Anblick der Betten verursachte ein ziemlich schiefes Grinsen auf dem Gesicht von Kirsten; Konrad meinte allerdings, so lange man die Beine am Fußende heraushängen lassen kann, würde das schon gehen.
Eine kurze Unterbrechung erfuhr die Veranstaltung, als Miles Schmidt-Scheuber, der zeitgleich mit seinem DEUTSCHE BANK SKYLINERS Magazin bei Radio Fortuna auf Sendung war, die Gelegenheit nutzte, ein Live-Interview mit Pascal Roller via Handy zu führen und ein bisschen Athmosphäre aus der Schlossgarde über den Äther zu senden. Damit konnten wir dienen!
Konrad zeigte sich am meisten von der Eröffnungsfeier beeindruckt. Die Athleten verbrachten einige Wartezeit in einem dunklen Tunnel, durch den man in der Ferne das Flutlicht des Olympiastadions sehen konnte. Seine Schilderung, wie die deutsche Olympiamannschaft dann in die Arena einmarschierte und von 90.000 Menschen frenetisch begrüßt wurde, sorgte noch bei der Erzählung für Gänsehaut pur.
Pascal, der ähnliches in etwas kleinerem Rahmen schon vor einigen Jahren bei der Universiade - ebenfalls in Peking - erlebt hatte, schwärmte dagegen von der Athmosphäre im Olympischen Dorf. Nur Athleten bekamen dafür eine Akkreditierung, Gäste mit einem Tagesausweis mussten das Dorf spätestens um 18:00 Uhr wieder verlassen haben. Die Tatsache, nur mit Weltklasseathleten unterschiedlichster Sportarten aus aller Herren Länder zusammen zu sein, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei unserem Point Guard.
Der Platz hier reicht natürlich nicht aus, um alles wiederzugeben, was Pascal und Konrad zu berichten wussten. Es war noch die Rede von den unzähligen Helfern, die den Athleten pausenlos hilfreich zur Seite standen, vom allgegenwärtigen Smog, den der Anblick einer fahlen Sonnenscheibe auf einem der Fotos veranschaulichte, von den Sicherheitsvorkehrungen und wie man selbige umgehen konnte, vom recht überheblichen Auftreten des amerikanischen Basketballteams (Ausnahme: Jason Kidd), von den Menschentrauben um Dirk Nowitzki, sobald dieser seine Unterkunft verließ, von Konrads unbedingtem Willen, ähnliches 2012 in London nochmals zu erleben, und, und, und.
Hier noch einige Zitate:
Über die Ausrüstung des Deutschen Olympiateams
Pascal: "Ich glaube, jeder Sportler hatte an Kleidung 324 Sachen, wobei wahrscheinlich auch jedes OB mitgezählt wurde!"
Über die Frisuren der deutschen Basketballer
Konrad: "Ich fand es ja schon schlimm genug, meine Haare abschneiden zu müssen, aber als alle angefangen haben, sich die Olympischen Ringe in die Haare zu bleichen, bin ich weggerannt! Pascal hat es ganz clever gemacht, der hat sich die Haare gleich abrasiert!"
Über die Eröffnungsfeier
Konrad: "Vor der Eröffnungsfeier wurde uns gesagt, wir sollen während des Einmarsches nicht fotografieren oder filmen, weil es ein schlechtes Bild macht, wenn die Kameras auf uns schwenken und wir alle dann eine Videokamera oder einen Fotoapparat in der Hand haben. Aber wie man sieht, hat sich keiner dran gehalten!"
Über die Besuche bei anderen Sportarten
Pascal: "Für Basketball hatten wir natürlich eine Akkreditierung, aber nicht für die anderen Sportarten. Da jedoch die Shuttle Busse vom Olympischen Dorf immer zu den verschiedenen Arenen gefahren sind, konnten wir uns natürlich unter die Sportler mischen und sind dann so reingegangen."
Konrad: "Und am Ende ging es auch richtig gut. Wären die Olympischen Spiele noch drei Wochen weiter gegangen, hätten wir wahrscheinlich an jeder Sportart teilnehmen können."
Über zwei Olympiahostessen
Pascal beim Anblick eines Fotos, das ihn umrahmt von zwei Hostessen zeigt: "Das war mein absolutes Highlight (mit einem Grinsen im Gesicht). Wir sind da angekommen und man muss ich das so vorstellen, dass da diese zwei chinesischen Mädchen standen, uns begrüßt haben und gezeigt haben, wo lang es geht. Wir haben natürlich "Hello" gesagt und dann kam ein kerniges "Servus" zurück! Das hatte man denen wohl so eingetrichtert."
Über die Regenkleidung für die Sportler
Konrad: "Die Regenmäntel waren Müllsäcke mit Kapuze - gemacht für Chinesen!"
Es war ein sehr, sehr kurzweiliger Abend, den alle Beteiligten sehr genossen haben. Vielen Dank an Anja, deren Idee dieser olympische Abend war, an Sina, die fleißig Zitate notiert hat, an Eva, die ihre Fotos zur Verfügung gestellt hat, vor allem aber an Konrad und Pascal, die sich trotz ihres dicht gedrängten Zeitplanes Zeit für die Skybembels genommen und uns schöne Stunden beschert haben.
Stephan (Fotos: Eva)


















