Interview mit Christian Dachs
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[Teil 3]
[Teil 4]
Christian Dachs, Marketingleiter der DEUTSCHE BANK SKYLINERS, ist das Bindeglied zwischen der SKYLINERS GmbH und dem Fanclub. Obwohl wir mit ihm in ständigem Kontakt stehen und viele Fanclubbelange besprechen, war es uns wichtig, ihn auch einmal ganz offiziell zu seinen Aufgaben im Marketingbereich zu interviewen. Christian stellte sich vor Ostern gerne unseren Fragen.
In der Printausgabe des Tip-Off (Ausgabe 6 - Saison 2008/2009) war leider zu wenig Platz, um alle Antworten abzudrucken - hier nun das vollständige Interview:
Christian, was gehört alles zu deinen Aufgaben bei den DEUTSCHE BANK SKYLINERS und wie sieht dein Tagesablauf aus?
Dazu gehört im Prinzip alles, was wir mit unseren Sponsoren machen. Das heißt, ich telefoniere wöchentlich mit unseren wichtigsten Partnern, wir besprechen die Maßnahmen, die wir festgelegt haben. Mein Tagesablauf sieht so aus, dass ich in der Regel gegen 9:30 Uhr morgens im Büro bin, und ich bemühe mich, zweimal pro Woche um 19 Uhr zu Hause zu sein. An den anderen Tagen gibt es diverse Abendtermine, da dauert mein Tag eben ein bisschen länger…
Nach deinem Studium hast du im Marketingbereich fürs Fernsehen, die ARD-Serie "Verbotene Liebe", gearbeitet. Unterscheidet sich das vom Sportmarketing?
Das ist jetzt schon so lange her, so genau kann ich mich daran gar nicht mehr erinnern. Ich war natürlich stolz, dass ich nach meinem Studium das Marketing und Merchandising für diese Serie machen durfte. Es war eine coole Sache, für`s Fernsehen zu arbeiten. Aber aus irgendeinem Grund fand ich das Angebot, das ich dann bekommen habe, für einen Basketballverein – damals noch in Rhöndorf – zu arbeiten, reizvoller.
Ich war schon lange ein großer Basketballfan und hatte jahrelang eine Dauerkarte in Bonn. So konnte ich Hobby und Beruf miteinander verbinden. Die Arbeit beim TV hat auch Spaß gemacht, aber hier finde ich mich einfach selbst noch mehr wieder. Hier kann ich mein ganzes Umfeld mitnehmen, meine Eltern, die Familie und Freunde.
In Zahlen ausgedrückt: Wie hoch ist bei den DEUTSCHE BANK SKYLINERS der Marketingetat gemessen am Gesamtetat?
Ich weiß das natürlich, aber wie immer ist es unsere Philosophie: Wir reden bei den DEUTSCHE BANK SKYLINERS nicht über unser Budget in der Öffentlichkeit. Aber was ich sagen kann ist, dass wir einen größeren Teil der Gelder in die Marke stecken, weil wir einfach das Produkt Basketball hier in Frankfurt weiter entwickeln möchten, egal ob das die Schul- oder Firmenaktivitäten sind.
Gibt es Dinge, die du in deinem Verantwortungsbereich gerne tun würdest, wenn der Etat noch höher wäre?
Natürlich hat man immer Träume. Ich würde liebend gerne durch die Frankfurter Innenstadt fahren und zahlreiche Straßenbahnen, Busse und Citylight-Schilder sehen, auf denen überall unser Logo strahlt. Das ist aber nicht möglich. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, auf das One-to-One-Marketing mit Schulen, Firmen und Studenten zu setzen, womit wir die Leute persönlich ansprechen. Aber natürlich würde ich mir wünschen, dass ganz Frankfurt plakatiert wäre.
Murat hat beim Stammtisch der Skybembels mit Zahlen nur so um sich geworfen. Kannst du uns für die Entwicklung der DEUTSCHE BANK Skyliners in den letzten Jahren ähnliches bieten?
Da gibt es mit Sicherheit viel zu bieten. Die Entwicklung ist so, wie ich mir das gewünscht habe. Man muss da ja immer im Gesamtkontext sehen, wo steht der Basketball in Deutschland, was kann jeder einzelne Club für sich tun. Und wenn ich mir überlege, was wir in den letzten Jahren alles auf die Beine gestellt haben, wie viele Leute jetzt bei uns in der Datenbank sind und sich intensiv mit uns auseinander setzen, dann bin ich zufrieden. Es geht natürlich immer mehr, aber die Vorhaben, die wir uns intern auf den Wunschzettel geschrieben haben, sind in vielen Bereichen umgesetzt.
Jetzt hast du aber keine einzige Zahl genannt…
(Grinst) Die Öffentlichkeit, die Medien, der Fanclub, alle wollen immer Zahlen hören, am liebsten in Euro ausgedrückt. Aber ich denke, das ist gar nicht so wichtig. Man muss einfach sehen, dass man mit dem zur Verfügung stehenden Geld das bestmögliche macht. Auch was den neu gegründeten Verein angeht, wenn man sieht, welche Leute da in den Beiräten sitzen, und dem Förderkreis, dem Kuratorium, wie viele Leute sich mit uns identifizieren, das ist meines Erachtens mehr wert als wenn man 10.000 € für irgend etwas ausgegeben hätte. Wir brauchen die breite Unterstützung hier in Frankfurt. Und da sind wir auf einem guten Weg.
Hat sich das Publikum bei den Heimspielen verändert, seit die Deutsche Bank Hauptsponsor ist? Ihr sprecht ja vor allem Familien an, während in unserem letzten Interview mit Herrn Schaaf von der Deutschen Bank hauptsächlich von der jungen Generation, Studenten und Berufseinsteigern, die Rede war…
Das ist einfach eine Weiterentwicklung im Zuge dieses Produktzyklus, den wir haben. Als wir die Deutsche Bank als Namensgeber gewonnen haben, sind wir in die siebte Saison gestartet, heute sind wir in der zehnten Saison. Das heißt, unsere Marketingaktivitäten wurden von Jahr zu Jahr immer wieder auf eine neue Stufe gestellt. Mit Sicherheit sind, seit wir mit der Deutschen Bank zusammen arbeiten, vermehrt Dinge auf Studenten ausgerichtet worden, aber das ist eher parallel zu den anderen Dingen passiert. Eine Veränderung des Publikums hat sich also nicht ergeben, es ist einfach nur in der Masse viel mehr geworden.
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