Interview mit Sebastian Gehrmann
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[Teil 2]
[Teil 3]
[Teil 4]
Verfolgen Sie auch den Basketball in anderen Ländern? NBA oder Europa z.B.?
Doch, verfolge ich schon. NBA nicht mehr so intensiv wie früher. Mit 12, 13, 14, da war ich wirklich ein Freak, da kannte ich auch jeden, der dort gespielt hat, hatte alle Tradingcards und konnte von jedem das College, sein Alter und seine Statistiken runterbeten. Das hat sich natürlich ein bisschen geändert. Ich stehe jetzt auch nicht mehr für jedes Spiel nachts auf, wobei es nach wie vor Spiele gibt, für die ich auch nachts aufstehe und die ich mir angucke.
College in den USA verfolge ich sehr intensiv. Ich war ja jetzt eine Woche dort. Da lief bei mir auch jeden Abend ESPN im Hotelzimmer, und ich habe natürlich die Spiele geschaut. In Europa natürlich Euroleague und Uleb Cup, zumindest den Saisonverlauf, und dann schaue ich mir natürlich an, was die Deutschen im Ausland machen. Wie spielt Pascal in Italien, wie hat Steffen in Italien gespielt, was macht Jagla in der Türkei z.B. Das sind ja schon interessante Geschichten.
Aber ich glaube, wenn ich mich jetzt ausschließlich mit Basketball auch bei der Rundschau beschäftigen würde, dann würde ich wahrscheinlich noch mehr machen, aber irgendwann sind auch die Grenzen da, und alles kann man sich nicht angucken.
Bleibt denn noch Zeit für andere Hobbies?
Auf jeden Fall, es wäre ja schlimm wenn nicht. Aber es ist natürlich so, als Sportjournalist hast du mehr oder weniger eine 7-Tage-Woche, man hat selten ein freies Wochenende. Das ist einfach so. Am Wochenende sind die Spiele, und die sind mit das Interessanteste. Ich habe jetzt selbst wieder angefangen, Basketball zu spielen. Ein Kumpel von mir hat mich nochmal überredet. Im Moment läuft es noch mehr schlecht als recht, aber wir schauen dann mal, wie es in der nächsten Saison läuft. Ansonsten reise ich gern, werde dies auch dieses Jahr wieder intensiv machen. Mein Hobby ist der Sport, das ist Basketball. Ich bin wirklich jemand, ich gehe nicht zur Ballsporthalle und gucke mir das Spiel an weil es mein Job ist. Sondern ich gehe dort auch hin, weil ich einfach Bock habe, die Spiele – Basketball – zu gucken. Wenn ich nicht bei der Rundschau arbeiten und dennoch hier in Frankfurt wohnen würde, ginge ich trotzdem zum Spiel.
Ansonsten habe ich wie jeder von euch auch, meinen Freundeskreis, und wir machen auch genug Blödsinn, wobei ich das jetzt nicht alles erzählen muss (lacht). Wir gehen auch gerne Feiern und solche Geschichten, was jeder macht, aber ich glaube, ich habe jetzt nicht noch das zeitintensive Hobby. Ich habe jetzt keine Modelleisenbahn im Keller oder irgendwie so etwas, wo ich sage, dass ich da noch Stunden reinstecke, weil dieser Job schon wirklich viel Zeit wegfrisst.
Vielen Dank für das Interview!
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Das Interview führten Anja Trentmann und Sabrina Harrach
im März 2007.
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