Bericht von der Fahrt nach Nancy
(Januar 2008)

27 Skybembels im Bus nach Nancy, 9. Uleb-Cup Spiel der Frankfurter Skyliners in der Saison 2007/2008 und eindeutig zu viele 3-Punkte- Treffer, ausgerechnet vom Ex-Skylinersspieler Michael Bauer, schon im ersten Viertel.
Wann kommt man schon mal so einfach und schnell zu einem Auswärtsspiel der Skyliners auf europäischem Parkett? Das dachten sich auch 27 Skybembels und machten sich im Bus auf nach Nancy, ins ca. 3 Autostunden entfernte Städtchen im französischen Nachbarland. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass sich unsere Oberskybembeline mit dem Auto nach Nancy aufmachte.
Abfahrt, traditionell wie fast immer, an der heimischen Wirkungsstätte unserer Mannschaft, der Ballsporthalle. In einem diesmal ausgesprochen komfortablen Bus ging es, noch nicht ganz vollständig, auf in Richtung Darmstadt. Kurz in Weiterstadt ein paar Mitstreiter aufgesammelt, und schon konnte es mit 27 Skybembels voller Hoffnung und guter Stimmung los gehen zu den Pumas von Nancy. Irgendwann muss er ja mal herausspringen, der erste Sieg im Uleb-Cup.
Eine Pause und ca. 4 Stunden später kamen wir auch schon an der Halle in Nancy an. Zweimal an der Halle hin- und hergefahren, um wie ein Hund erstmal das Revier abzustecken. Den Pumas so zu sagen zu zeigen, dass wir nicht gewillt sind, die Punkte kampflos abzugeben. Raus aus dem Bus, schon blies uns der kalte Wind ins Gesicht.
Der sollte unseren Jungs dann auf dem Spielfeld ebenfalls gehörig entgegen wehen. Schon das erste Viertel sollte sich als vielleicht spielbestimmend erweisen. Michael Bauer, in der letzten Saison noch für die Skyliners aus Frankfurt auf Korbjagd gehend, zeigte was er in Frankfurt nie so richtig demonstrieren konnte und schoss uns mit seinen Dreiern ab. Im zweiten Viertel lief es besser, die Skyliners kämpften sich wieder heran und gewannen das Viertel. Immer lauthals unterstützt durch die mitgereisten Skybembels.
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Die Frankfurter mussten allerdings im ganzen Spiel immer einem Rückstand hinterher laufen. Durch erfolgreiche Aktionen kam bis zuletzt immer wieder Hoffnung auf. In den entscheidenden Phasen fielen die Würfe dann aber nicht oder die teilweise erfolgreiche Defensearbeit wurde durch eigene Fehler im Angriff wieder zunichte gemacht.
Am Ende stand ein Ergebnis von 84:78 für Sluc Nancy auf der Anzeigetafel. Neuntes Spiel, neunte Niederlage. Teuer verkauft und doch wieder verloren. Wir konnten den Pumas in ihrem Revier nicht das Fell über die Ohren ziehen. Bleibt somit das abschließende Spiel am folgenden Dienstag gegen die Ukrainer aus Mariupol, um nicht sieglos in dieser Uleb-Cup-Saison da zu stehen.
Trotz der Niederlage ist so eine Auswärtsfahrt immer eine Reise wert, vor allem auf europäischem Parkett. Dazu gute Plätze in der Halle nahe dem Team, gute Stimmung und sogar Bier gab es bei den Franzosen.
Notizen am Rande: Niemand musste im Bus frieren, es herrschten konstante 86 °C. Zumindest wollte uns die Anzeige dies nahe bringen. Warm war dann vielleicht auch den Cheerleader von Sluc Nancy. Denn das erste Outfit, war sehr, sehr knapp bemessen. Weniger wird wohl mit nackt umschrieben. Knapp bemessen allerdings auch ihre tänzerischen Qualitäten und Darbietungen.
Ebenfalls bewundernswert, in einigen Auszeiten oder Viertelpausen gingen einfach zwei Fanclubmitglieder mit schwenkenden Fahnen auf das Parkett. Entertainment in höchster Vollendung. Vielleicht etwas für die Ballsporthalle? Wahrscheinlich eher nicht. Na ich meine ja nur... Konzentration halt auf das Wesentliche, das Spiel. Und natürlich wurde auf der Rückfahrt wieder in diesen, bei vielen doch so beliebten, amerikanischen "Edelgastronomietempeln" halt gemacht.
Peter
Fotos: Anke und Marcel
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